Leuchtturmprojekt der Bundesregierung im Kosovo: Loyola-Gymnasium verdankt auch FileMaker seinen Erfolg

30. Juni 2010 ANWENDER Keine Kommentare

Die größte Hoffnung richtet sich auf die Jugend des Landes.

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Kosovo ist jünger als 25 Jahre, eine der jüngsten Bevölkerungen Europas. Ein wesentlicher Schlüssel zur Überwindung der Wunden des Krieges ist Bildung. Vor diesem Hintergrund (und der Tatsache, dass es keine Deutsche Schule im Kosovo gibt) gründete die Asociation “Loyola-Gymnasium” das heute von der Bundesregierung als Leuchtturmprojekt geführte Loyola-Gymnasium Prizren. Im Loyola-Gymnasium gehen seit 2005 rund 600 Mädchen und Jungen aller Ethnien und Glaubensrichtungen gemeinsam zur Schule und lernen neu miteinander zu leben. Für einen reibungslosen Ablauf sämtlicher verwaltungstechnischer Aufgaben bis hin zum Fundraising sorgt eine individuell entwickelte Anwendung unter dem Datenbanksystem FileMaker.

Der Krieg im Kosovo hinterließ 1999 tiefe Wunden in der Bevölkerung und ein zerstörtes Land. Über die Hälfte der Schulen wurden zerstört, nur ein Bruchteil konnte seither wieder aufgebaut werden. Doch auch in den wieder aufgebauten Schulen kann von geregeltem Schulalltag noch lange nicht die Rede sein. Strom- und Heizungsausfälle von bis zu zwölf Stunden am Tag sind keine Seltenheit, entsprechend häufig fällt der Unterricht aus. Das staatlich anerkannte Loyola-Gymnasium in Prizren bietet Schülern und Schülerinnen eine echte Chance, die eigene Zukunft durch Bildung in die Hand zu nehmen. Hier können sie das deutsche Sprachdiplom erwerben, das ihnen auch ein Studium in Deutschland ermöglicht. In Ermangelung einer Deutschen Schule im Kosovo unterrichten sämtliche von der deutschen Bundesregierung entsandten Deutschlehrer im Kosovo am Loyola-Gymnasium.

Kostengünstige und flexible IT-Infrastruktur essentiell

Jürgen Schwarzbach: „Wir haben uns für FileMaker entschieden, weil wir eine flexible, leicht bedienbare und kostengünstige Datenbank für den Schulbetrieb benötigten."

Ein Projekt dieses Umfangs braucht neben engagierten Mitarbeitern vor allem auch eine passende IT-Infrastruktur im Hintergrund. „Bei der Auswahl einer geeigneten Datenbank für den Schulbetrieb standen zwei Kriterien im Vordergrund: die Lösung musste kostengünstig in der Anschaffung und Wartung sein sowie flexibel und einfach in der Handhabung, um meinem komplexen Aufgabengebiet gerecht werden zu können“, so Jürgen Schwarzbach, neben dem Rektor P. Walter Happel und der Sekretärin, einer der zweieinhalb Mitarbeiter schlanken Verwaltung der Schule.

Datenorganisation sicher und flexibel

Innerhalb von zwei Wochen hatte Schwarzbach die Grundanwendung aufgesetzt. Erfahrungen mit FileMaker hatte der gelernte Diplom-Soziologe und Programmierer zuvor noch keine. Seit 2006 werden sämtliche Schülerdaten inklusive Noten und verschiedene Zeugnisvarianten in der Datenbank verwaltet. Darüber hinaus werden die Schul- und Pensionsgeldzahlungen der Internatsschüler erfasst und bei Ausbleiben ein automatisiertes Mahnverfahren eingeleitet. Auch sämtliche die Mitarbeiter betreffenden Daten inklusive Vertragsdaten sind in FileMaker hinterlegt.

„Die Software wird von den Kollegen rege genutzt. Immer wieder gibt es kleine Verbesserungsvorschläge oder den einen oder anderen Zusatzwunsch, wenn sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Dank der Flexibilität von FileMaker kann ich auf diese Anforderungen zügig reagieren und die Anwendung ohne Weiteres selbst erweitern oder anpassen“, kommentiert Schwarzbach die Lösung. Teure Entwicklerstunden für Programmierung, Wartung und Weiterentwicklung entstehen nicht.

Dank FileMaker Kopf frei für das Wesentliche

53 Lehrer, Lehrerinnen sowie Erzieher und Erzieherinnen sowie die Verwaltung des Gymnasiums haben über das gemischte Windows-/Macintosh-Netzwerk Zugriff auf die Datenbank. „Die FileMaker-Anwendung erleichtert unsere Arbeit ungemein“, kommentiert Mark Gojani, Fachlehrer am Loyola-Gymnasium. „Über eine einfache mehrsprachige (deutsch, albanisch, englisch) Maske können wir beispielsweise die Noten der Schüler von jedem Arbeitsplatz aus erfassen und daraus die verschiedenen Zeugnisarten erstellen und direkt ausdrucken. Wir sparen hierdurch viel Zeit, die wir stattdessen in die Vorbereitung des Unterrichts oder die individuelle Betreuung der Schüler investieren können.“

Ähnlich effizient gestaltet sich die Arbeit des Rektorats. Über eine Import-Schnittstelle zur Buchhaltungssoftware werden die Schul- und Pensionsgeldzahlungen übernommen.

Bundesregierung und treue Sponsoren sind überzeugt von dem Projekt

Deutscher Botschafter im Kosovo Hans-Dieter Steinbach: Das Loyola Gymnasium ist wichtig für die deutsch-kosovarische Völkerverständigung.

„Das Loyola-Gymnasium nimmt in Kosovo eine besondere Stellung ein: Da wird nicht nur unterrichtet, vielmehr werden auch Junglehrer in einer Art Referendariat ausgebildet, finden in Zusammenarbeit mit der früheren jugoslawischen Republik Makedonien Maßnahmen zur Völkerverständigung in Form von Deutsch-Intensivkursen statt, werden Praktikanten und Studenten aus dem In- und Ausland vorbildlich betreut“, betont Hans-Dieter Steinbach, deutscher Botschafter im Kosovo.

Damit der „Loyola-Leuchtturm“ das kosovarische Bildungswesen weiterhin erhellen kann, ist das Projekt auch auf verlässliche Spender angewiesen.

Aus diesem Grund entwickelte Schwarzbach ein professionelles Fundraising-Modul in FileMaker, in dem sämtliche Spenderdaten erfasst werden und mit dessen Hilfe sich die oben genannten Schreiben auf  Knopfdruck generieren lassen, an bestimmte Termine erinnert wird sowie diverse Auswertungen, wie zum Beispiel, Spendeneingang nach Aktionen, Groß- und Dauerspender sowie Jahrestage erstellen lassen. Der Erfolg gibt ihm recht. Aus den meisten Einmalspendern wurden inzwischen Dauerspender.

Hier geht’s zum Loyola-Gymnasium

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